Ein Stapel Bücher aus der Bücherei
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Ausgeliehen #1

Auf Englisch | In English

Ich hatte leider in letzter Zeit nicht besonders viel Zeit zum Bloggen und habe somit mehrere Montagsfragen verpasst. Darunter eine, die von Bibliotheken handelte. Die Frage war, ob man sich noch Bücher aus der Bibliothek ausleihe oder nicht. Ich fand es sehr schade, dass ich ausgerechnet diese Frage verpasst habe, denn ich liebe Bibliotheken und nutze sie ständig. In diesem Beitrag möchte ich euch unter Anderem die Bücher vorstellen, die ich zur Zeit ausgeliehen habe.

Wie meine Liebe zu Bibliotheken entstand

Als ich in der Grundschule war, gab es neben der Grundschule eine kleine Bibliothek, in der man sich hauptsächlich Kinderbücher ausleihen konnte. Damals waren in den Büchern noch kleine Kärtchen, auf die die Rückgabefrist eingestempelt wurde. Ich habe diese kleine Bibliothek geliebt. Ich glaube ich habe erst aufgehört dorthin zu gehen, als ich auf das Gymnasium kam und von meinen Mitschülern von einem Buch namens Harry Potter hörte, das ich auch lesen wollte. Die Bibliothekarin erklärte mir, dass es sich um eine Buchreihe handelt, nannte mir das erste Buch der Reihe und brach dann anschließend mein Herz als sie mir sagte, dass bereits eine lange Liste existierte, in der Leser das Buch vorgemerkt hatten. Diese Kinderbibliothek war zu der Zeit auch die einzige Bibliothek, die ich zu Fuß hätte erreichen können. Also blieb als einzige Wahl, die Bücher selber zu kaufen.

So viele Bibliotheksausweise

Seit dem Zeitpunkt, habe ich lange keine Bibliothek benutzt. Bis wir umgezogen sind. Seitdem benutze ich unheimlich gerne die Stadtbibliothek in meiner jetzigen Heimatstadt. Ich war zwischendurch auch bei anderen Bibliotheken angemeldet, als ich für das Studium woanders gewohnt habe. Diese Unibibliotheken und Stadtbibliotheken in ihrer Nähe waren natürlich um Einiges besser ausgestattet, als meine jetzige Bibliothek. Vor Allem, was den englischsprachigen Bestand angeht. Ich glaube ich hatte zwischenzeitlich mal drei Bibliotheksausweise gleichzeitig, aber habe inzwischen wieder nur den Ausweis meiner jetzigen Stadtbibliothek. Ich glaube, wenn der englischsprachige Bestand hier größer wäre, würde ich so gut wie nie ein Buch auf Deutsch lesen, was sehr schade wäre. Die anderen Bereiche der Bibliothek haben eine gute Auswahl an Büchern, sodass ich stets Neues ausprobieren kann.

Aber was ist mit der Rückgabefrist?

Ich weiß, dass es manche Leser stört, wenn man ein Buch innerhalb einer bestimmten Zeit gelesen haben muss und es dann wieder abgeben muss. Mich stört das eigentlich gar nicht. Bei der Menge an Büchern, die ich ausleihe, schaffe ich es natürlich oft nicht ein Buch innerhalb der Frist zu lesen, aber das ist auch kein Problem. In meiner Bibliothek kann man ein Buch in der Regel für viel Wochen ausleihen und sofern es nicht vorgemerkt wurde, die Frist zweimal verlängern. Eigentlich reichlich Zeit also. Sollte ich es dennoch nicht schaffen, ist das auch nicht so schlimm. Dann gebe ich es eben zurück und falls ich es wirklich so gerne lesen will, leihe ich es mir ein andermal wieder aus.

Bei Bibliotheksbüchern spüre ich auch den Drang, ein Buch, dass mir nicht gefällt trotzdem bis zum Ende zu lesen, weniger. Ich habe schließlich Nichts für das Buch bezahlt. So kann ich Bücher verschiedener Arten ausprobieren ohne das Gefühl zu haben, Geld verschwendet zu haben, wenn es mir nicht gefällt.

Derzeit ausgeliehen

Die Bücher, die ich zur Zeit ausgeliehen habe, sind ein ziemlich bunter Haufen.

Zwei Bibliotheksbücher auf einer weißen Decke. Die 100: Die Rebellion von Kass Morgan und Artemis von Andy Weir
  • Die 100: Rebellion von Kass Morgan. Das letzte Buch der Buchreihe Die 100, auf der die Fernsehserie The 100 beruht. Ich liebe die TV-Serie und als ich sah, dass die Bibliothek die Bücher hat, habe ich sie mir einer nach der anderen ausgeliehen, bis ich endlich am letzten Buch angekommen bin. Ich habe auch schon mehr als die Hälfte des Buches gelesen. Sobald ich mit dem Buch fertig bin, habe ich vor eine Rezension zur gesamten Serie zu schreiben, weshalb ich hier nicht noch näher auf die Handlung eingehen will.
  • Artemis von Andy Weir. Andy Weir ist der Autor von Der Marsianer, das Buch, dessen Buchverfilmung für einen Bester Film Oskar nominiert war. Der Marsianer ist ein absolut fantastischer Science Fiction Roman, war aber bis Artemis erschien Andy Weirs einziger Roman. Soweit ich mich erinnere, waren die Leser von Artemis nicht ganz so begeistert wie vom Marsianer. Ich bin mal gespannt, was ich von der Geschichte einer Schmugglerin in der einzigen Stadt auf dem Mond halten werde. Klingt auf jeden Fall nach einer spannenden Lektüre.
Zwei Bücher auf einer bunten Decke. Tiere für Fortgeschrittene von Eva Menasse und Von Männern, die Keine Frauen Haben von Haruki Murakami
  • Tiere für Fortgeschrittene von Eva Menasse. Ich bin mir selbst nicht so sicher, wieso mich dieses Buch so angezogen hat. Es handelt sich hier um eine Sammlung von Erzählungen, die von Tiermeldungen inspiriert wurden und von der Menschlichen Natur handeln. Ich bin mit den Werken der österreichischen Schriftstellerin nicht vertraut, aber es ist durchaus ein interessantes Konzept.
  • Von Männer, die keine Frauen haben von Haruki Murakami. Noch ein Band mit Erzählungen, diesmal von Haruki Murakami. Ich habe bisher vier Murakami Bücher gelesen. Ich würde mich nicht gerade als Fan bezeichnen, wobei ich ehrlich gesagt auch keines seiner beliebtesten Werke gelesen habe. Aber aus irgendeinem Grund faszinieren mich seine Bücher. Ich habe zum Beispiel vor einigen Jahren Die Pingerjahre des farblosen Herrn Tazaki gelesen; ein Buch, das ich zum Teil gar nicht ausstehen konnte. Dennoch denke ich noch immer hin und wieder an das Buch, es hat ganz sicher einen tiefen Eindruck hinterlassen. Darum ist Murakami ein Schriftsteller von dem ich weitere Bücher lesen will.
Die zwei Bücher Winzige Gefährten von Ed Yong und Magnus Chase: Das Schiff der Toten von Rick Riordan vor einem Bücherregal
  • Magnus Chase: Das Schiff der Toten von Rick Riordan. Rick Riordan ist hingegen ein Schriftsteller, bei dem ich keine Zweifel habe, dass mir das Buch gefallen wird. Er schreibt Fantasy Bücher für Kinder und Jugendliche, die von Mythology inspiriert wurden. Seine Bücher sind vielfältig, spannend, unheimlich lustig und kreativ. Das Schiff der Toten ist das dritte Buch der Magnus Chase Trilogie, in der sich Riordan diesmal mit Nordischer Mythologie beschäftigt.
  • Winzige Gefährten: Wie Mikroben uns eine umfassende Ansicht vom Leben vermitteln von Ed Yong. Das ist wohl das seltsamste Buch auf dieser Liste. Wie komme ich denn schließlich auf ein Sachbuch über Mikroben? Das Buch ist aus dem Englischen übersetzt. Sein ursprünglicher Titel ist I Contain Multitudes: The Microbes Within Us and a Grander View of Life. Ich muss gestehen, dass mich der englische Titel mehr anspricht. Ich habe zuerst von John Green, der unter anderem Das Schicksal ist ein mieser Verräter geschrieben hat, von diesem Buch gehört. Er erwähnte es als eine für seinen neuesten Roman, Turtles All the Way Down oder auf Deutsch Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken (ein Buch, das ich noch nicht gelesen habe, aber das auf meiner Wunschliste steht), bedeutendes Werk. Das machte mich neugierig auf das Buch und da ich mir eh vorgenommen habe hin und wieder auch mal ein Sachbuch zu lesen, nahm ich es mit nach Hause, als ich es in der Bibliothek sah.

Das sind also die Bücher, die ich derzeit ausgeliehen habe. Die, die ich lese, werde ich hier sicher auch rezensieren. Ich habe vor in Zukunft weitere Beiträge zu den Büchern, die ich ausgeliehen habe, zu schreiben. Allerdings kann das noch eine ganze Weile dauern, bis ich wieder einen komplett neuen Stapel ausgeliehener Bücher habe. Aber wahrscheinlich nicht so lange wie es sollte, wenn man bedenkt wie viele ungelesene Bücher ich bereits besitze.

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